Svenja Hahn, MdEP, und Dirk Kannengießer besuchen TRIMET und HHLA
v.l.n.r.: Tim Eshold (Trimet), Philipp Schlüter (Trimet), Svenja Hahn (FDP), Dirk Kannengießer (FDP), Klaus Schweiniger (Trimet)
Foto: Trimet / Junis Karsten
Hohe Energiekosten, langwierige Genehmigungsverfahren und eine unzureichende Infrastruktur setzen den Wirtschaftsstandort Hamburg unter Druck. Bei Besuchen des Aluminiumherstellers TRIMET in Harburg und des Container Terminals Altenwerder informierten sich Svenja Hahn, Mitglied des Europäischen Parlaments, und Dirk Kannengießer, Vorsitzender der FDP-Fraktion Harburg, über die Herausforderungen für Industrie, Logistik und internationale Handelswege.
Bei TRIMET ging es um die Perspektiven der energieintensiven Industrie, die Entwicklung der Stromkosten und die politischen Rahmenbedingungen für Investitionen. „Gerade energieintensive Unternehmen brauchen bezahlbaren Strom und Planungssicherheit. Das sichert Jobs und den Erfolg unserer Stadt. Dafür müssen Energiepolitik und Netzausbau endlich zusammen gedacht werden“, erklärte Svenja Hahn. Dirk Kannengießer unterstrich: „Der Besuch bei TRIMET zeigt: Industriepolitik ist auch Standortpolitik für Harburg. Beim Netzausbau und bei Genehmigungen muss Hamburg schneller werden, damit sich Investitionen rechnen.“
Im Anschluss besuchten Hahn und Kannengießer das Container Terminal Altenwerder. Johannes Berg, Director Corporate Affairs der HHLA, erläuterte die Entwicklung des Hamburger Hafens, die Modernisierung und Automatisierung der Terminals sowie die Bedeutung leistungsfähiger Hinterlandverbindungen. Zur Sprache kamen außerdem die Sicherheitkritischer Hafenanlagen sowie kritischer Infrastruktur und die Auswirkungen der technischen Entwicklung auf die Beschäftigten im Mittelpunkt.
„Ein leistungsfähiger Hafen ist Teil der europäischen Wettbewerbsfähigkeit. Hamburg braucht offene Märkte, verlässliche Handelsbeziehungen und sichere Hafenanlagen und kritische Infrastruktur. Zugleich muss der Wandel der Arbeitsplätze politisch begleitet werden“, betonte Hahn. „Jedes weitere Handelsabkommen ist ein wichtiger Beitrag für Wachstum und sichere Arbeitsplätze. Gerade in unsicheren Zeiten muss Europa seine Lieferketten breiter aufstellen und neue Partnerschaften entwickeln.“
Industrie und Hafen gemeinsam denken
Für Harburg ist die Verbindung zwischen Industrie und Hafen besonders unmittelbar: Mit dem Container Terminal Altenwerder liegt ein zentraler Umschlagplatz des Hamburger Hafens direkt im Bezirk. Eine leistungsfähige Straßen- und Schienenanbindung südlich der Elbe ist deshalb nicht nur eine Frage der lokalen Erreichbarkeit, sondern eine Voraussetzung für die Zukunft des gesamten Hafenstandorts. „Wir brauchen Unternehmen, die in Hamburg produzieren, und einen Hafen, der sie mit den Weltmärkten verbindet. Energie, Infrastruktur und Genehmigungen müssen dafür verlässlich und wettbewerbsfähig sein“, resümierte Kannengießer.
Aus Sicht der FDP müssen Industrie, Hafen und Handelsbeziehungen stärker zusammengedacht werden. Dazu gehören wettbewerbsfähige Energiepreise, ein zügiger Netzausbau, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, weniger Bürokratie sowie gezielte Investitionen in Schienen, Straßen, Terminals und digitale Infrastruktur.
Hintergrundinformation für die Redaktion
TRIMET beschäftigt im Hamburger Werk rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verfügt über eine Jahresproduktion von rund 135.000 Tonnen Elektrolysealuminium.
Die HHLA schlug an den Hamburger Containerterminals im ersten Quartal 2026 mit 1.374 Tsd. TEU 6,6 % weniger um (im Vorjahr: 1.472 Tsd. TEU). Ausschlaggebend waren laut HHLA insbesondere der starke und lange Schneefall am Jahresanfang und Modernisierungsmaßnahmen Entwicklungen.