Harburgs Insel-Dasein beenden: FDP-Fraktion fordert Planungsturbo für neue Stadtachse
Die politischen Weichen sind gestellt. Nachdem sowohl der Senat im April als auch die Hamburgische Bürgerschaft im Juli 2026 den Rahmenplan für den östlichen Harburger Binnenhafen und das Schippsee-Quartier verabschiedet haben, ist die Richtung klar: Die neue Fuß- und Radverbindung vom Großen Schippsee über die Buxtehuder Straße und die Bahntrasse in den Binnenhafen muss kommen. Für die FDP Harburg gibt es nun nur noch ein Ziel: den Planungs- und Umsetzungsturbo. „Der Bauturbo darf nicht nur ein Schlagwort für den Wohnungsbau sein. Wir brauchen dieselbe Geschwindigkeit bei der Infrastruktur und Stadtentwicklung. Wenn die politische Entscheidung gefallen ist, darf die Umsetzung nicht wieder in jahrelangen bürokratischen Prozessen versinken“, betont Dirk Kannengießer, Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion Harburg.
Mit der TU Hamburg, der Innenstadt und dem Binnenhafen liegen drei starke Standorte unmittelbar nebeneinander, die jedoch bis heute wie isolierte Inseln wirken. Eine direkte, attraktive und barrierefreie Querung würde diese Barrieren endlich einreißen und einen strategischen Gewinn für alle Beteiligten bedeuten. Studierende erreichen die Innenstadt schneller, Beschäftigte und Besucher des Binnenhafens profitieren von einer besseren Anbindung und das Hafenquartier wird für die City-Besucher attraktiver. Das stärkt den lokalen Handel sowie die Gastronomie und macht Harburg als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort insgesamt attraktiver.
Für die FDP-Fraktion ist dies zudem eine Frage der Gerechtigkeit, denn der Hamburger Süden darf bei strategischen Entwicklungsprojekten nicht länger die zweite Geige spielen. „Hamburg endet nicht an den Elbbrücken. Im Süden wird geforscht, produziert und investiert. Harburg ist eine treibende Kraft für die gesamte Metropole. Wir haben daher den Anspruch, dass Investitionen hier mit derselben Priorität und Geschwindigkeit fließen wie in der HafenCity oder der Innenstadt“, sagt Dirk Kannengießer.
Die FDP fordert daher jetzt die Festlegung klarer Zuständigkeiten, eine gesicherte Finanzierung und einen verbindlichen Zeitplan für die Realisierung der Querung. Die Grundsatzdebatten sind beendet, jetzt muss die Arbeit beginnen, um eine starke Harburger Stadtachse zu bilden: TU – Innenstadt – Schippsee – Binnenhafen. „Harburg darf nicht aus drei isolierten Inseln bestehen. Wir wollen einen integrierten, starken Stadtkern. Die Entscheidung ist gefallen. Jetzt heißt es: Turbo einschalten und bauen“, fordert Dirk Kannengießer. Eine Stadt statt drei Inseln: Harburg muss endlich zusammenwachsen und beim Tempo ganz vorne mitspielen.